Hatopia (Hagen Utopia)-dieses Projekt ist schon längst keine Utopie mehr. Hatopia ist ein Zusammenschluss vieler Projekte, wie beispielsweise der Umsonstladen, der dieses Jahr seine Eröffnung feiern konnte. Urban Farming am Bodelschwingplatz oder Goldberg, der Tauschring, das Repair- Café, Foodsharing Hagen, Best of the Rest, Fridays for Future und weitere mehr. Dazu zählen natürlich auch das Café Bistro Mundial oder Onkel Jo Sein Laden.

Warum gibt es diese zahlreichen Projekte? Sie sollen ein gemeinschaftliches schönes Leben für alle Menschen dieser Gesellschaft schaffen. Vor Allem aber  sollen sie Nachhaltigkeit schaffen. Fort von einer Wegwerfgesellschaft hin zu einer kreativen nachhaltigen Gesellschaft. Die bestenfalls dadurch noch mehr Emissionen einsparen kann. Hagens Straßen sind überfüllt mit Autos, und das obwohl es so viele gute Busverbindungen gibt. Dies liegt zu einem Teil an der Bequemlichkeit, aber zu einem größeren Teil an den teuren Fahrpreisen.

In manchen anderen Städten Europas gibt es bereits Nahverkehrsprojekte wie zum Beispiel in der belgischen Stadt Hasselt. Durch Einsparungen an sonst notwendig gewordenen Investitionen für den Bau weiterer Straßen wurde es 1997 möglich, einen kostenlosen Busverkehr für Hasselt und die nähere Umgebung einzurichten. Dadurch stieg die Zahl der Fahrgäste von täglich durchschnittlich 1.000 (1996) auf 12.600 (2006).

Auch in Hagen soll ein Testversuch laufen. Am vierten Adventswochenende diesen Jahres soll es kostenlosen Busverkehr im gesamten Hagener Stadtgebiet geben. Auf dieses Angebot hat sich die Stadt auf die Initiative von Oberbürgermeister Erik O Schulz mit HVG Geschäftsführer verständigt. „Wir meinen es ernst, mehr Menschen in unserer Stadt zum Umsteigen zu bewegen und intensiver den ÖPNV zu nutzen“ so Schulz.

Das soll allen Bürgerinnen die Chance bieten selbst zu wählen welches Verkehrsmittel Sie nutzen wollen, unabhängig vom Kostenfaktor, und vielleicht einen größeren Wert auf Ihren ökologischen Fußabdruck legen. Was dabei herumkommt werden wir dann erfahren.

Klar ist aber, dass je mehr Menschen sich an diesem Test beteiligen und aus gutem mitmachen, desto höher ist die Chance, dass sich dieser Testanlauf zu einer richtigen Mobilitätswende weiterentwickelt, sodass sich jeder und jede ein Emmisions geringeres Leben leisten kann. Für diejenigen die sagen, dass nicht die Kosten das Problem des Busfahrens sind, sondern die lange Fahrzeit, werden schnell die positiven Seiten des Busfahrens kennenlernen. Zum Beispiel wenn plötzlich alle zur Rushhour Zeiten den Bus nehmen würden – die Straßen wären deutlich freier, die Busse könnten schneller zu ihrem Ziel gelangen und diejenigen, die wirklich absolut keine andere Möglichkeiten hätten, könnten entspannt bestenfalls noch mit weiteren Mitfahrern durch die Stadt fahren. Apropos Mitfahrer, von denen gibt es auch viel zu wenige. Gute Beobachter des Verkehrsdschungels sehen große Autos im Stau stehen mit oftmals nur einem Menschen besetzt, das obwohl noch mindestens vier Leute Platz hätten, die womöglich in dieselbe Richtung müssen. Auch diese Absurdität könnte so einfach behoben werden, indem man beispielsweise Mitfahr-Haltestellen einrichtet – auch das ist kein neu erfundenes Rad. Ach ja genau, das Fahrrad gibt es natürlich auch noch!

Es wäre so einfach CO2 Emissionen einzusparen. Es müssten nur alle mitmachen und sich verantwortlich fühlen für ihre Umwelt und die Menschen, die in ihr wohnen. Denn ein schöner Nebeneffekt am ökologischen Handeln ist ein Handeln miteinander. Alleine kann man die Welt nicht ändern.

Ein guter Anfang wäre ein gemeinsames Busfahren.                    

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