Wie lässt sich das eigene Wohnumfeld besser an Hitze und Starkregen anpassen?
Mit dieser Frage beschäftigte sich der Begrünungsspaziergang durch Wehringhausen am 15.04.2026, zu dem das Nachhaltigkeitszentrum Hagen e. V. im Projekt Klimapositives Wehringhausen, das Sanierungsmanagement Prima.Klima.Wehringhausen und die Verbraucherzentrale eingeladen hatten. Bei dem gemeinsamen Rundgang durch den Stadtteil erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in Maßnahmen, mit denen sich Häuser, Höfe, Balkone und Gärten klimaangepasst gestalten lassen. Die Veranstaltung knüpfte damit an das Ziel an, konkrete Lösungen für ein zukunftssicheres Wohnklima im
Quartier sichtbar zu machen.
Praxisnahe Impulse zu Begrünung, Regenwasser und Verschattung
Im Mittelpunkt des Spaziergangs standen konkrete Möglichkeiten, wie sich die Folgen von Wetterextremen im Alltag abmildern lassen. Ingrid Klatte von der Verbraucherzentrale
erläuterte unter anderem, welche Auswirkungen versiegelte Flächen auf die Versickerung
von Regenwasser haben und wie unterschiedliche Bodenbeläge dabei zu bewerten sind.
Außerdem ging es um Fassaden- und Dachbegrünung, die kühlende Wirkung von Bäumen
sowie um die Frage, wie sich auch Gärten und Balkone klimaangepasst gestalten lassen. So
wurde anschaulich gezeigt, welche Maßnahmen zu mehr Schatten, Verdunstung und
Aufenthaltsqualität beitragen können.
Austausch mit vielen konkreten Bezügen zum Quartier
Die Teilnehmenden brachten eigene Beobachtungen und Fragen aus dem Quartier ein,
unter anderem zu den Baumscheiben in Wehringhausen und zu Möglichkeiten, das direkte
Wohnumfeld grüner und klimaresilienter zu gestalten. Besonders anschaulich wurde dies
zum Ende des Spaziergangs: Eine Teilnehmerin lud die Gruppe in ihren Hinterhof ein und
zeigte, was sie dort selbst bereits umsetzt. So wurde unmittelbar und praxisnah sichtbar, wie
Klimaanpassung auch im Kleinen und mit individuellen Lösungen gelingen kann.
Konkrete Anregungen für zuhause
Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden eine Pflanzliste mit geeigneten Arten sowie
Hinweise auf das Angebot des Klimakoffers der Verbraucherzentrale. Damit konnten sie
nicht nur praktische Ideen aus dem Spaziergang mitnehmen, sondern auch weitere
Anregungen und Unterstützungsangebote für die Umsetzung im eigenen Wohnumfeld
kennenlernen.
Klimaanpassung beginnt vor der eigenen Haustür
Der Begrünungsspaziergang zeigte, dass Klimaanpassung nicht abstrakt bleiben muss,
sondern ganz praktisch vor der eigenen Haustür beginnen kann: Mit entsiegelten Flächen,
mehr Begrünung, Schatten und einem bewussten Umgang mit Regenwasser. Gerade der
gemeinsame Rundgang durch Wehringhausen zeigte, wie wertvoll der Austausch im
Quartier ist und wie aus Beispielen konkrete Ideen für das eigene Zuhause entstehen können. Ganz nach dem Motto „Klima verstehen, Lösungen entdecken und gemeinsam ein gutes Wohnklima im Quartier gestalten.“ wurde immer wieder deutlich, dass es im direkten Wohnumfeld in Wehringhausen bereits viele gute Lösungen gibt, die gemeinsam im Quartier weitergedacht werden können.
Kontakt & Beratung
Für das Projekt „Klimapositives Wehringhausen“ steht Dunja Blau als Ansprechpartnerin zur
Verfügung. Sie ist unter der Telefonnummer 0157/55814150 und per E-Mail
an dunja.blau@hatopia.de zu erreichen.
Bei Fragen und für eine persönliche Beratung im Projekt Prima.Klima.Wehringhausen steht
Carmen Mühle vom Sanierungsmanagement zur Verfügung. Eine Kontaktaufnahme ist per
Telefon unter 0151/68548282 sowie per E-Mail an primaklima.wehringhausen@plan-
lokal.de möglich.
