Als Fortsetzung des Workshops zur Nutzung herbstlicher essbarer Wildpflanzen am 2. Advent standen am 15.12.22 im Nachhaltigkeitszentrum die essbaren Wildpflanzen des Winters im Vordergrund. Welche Wildpflanzen gibt es auch in den Wintermonaten direkt aus der Natur und wie kann man sie nutzen? Die anschauliche Vermittlung einer Antwort auf diese Frage war auch für diesen Workshop im Rahmen des Projekts Essbares Wehringhausen das Ziel von Thomas Spengler, Coach für essbare Wildpflanzen, der an diesem Abend durch das Programm führte.

Und auch, wenn die Fülle der essbaren Wildpflanzen im Winter natürlich nicht so groß ist wie im Frühling oder Sommer, gab es doch eine ganze Menge immergrüner Pflanzen, die den ca. 10 Teilnehmenden vorgestellt und mit viel Anschauungsmaterial und Rezeptideen nähergebracht wurden (s. Foto). Die Agenda reichte dabei von Brombeerblättern z.B. als Tee oder für grüne Smoothies über Löwenzahnblätter und -wurzeln (als Salatzutat oder einen Kaffee-Ersatz) und die bereits im letzten Workshop erwähnte Nelkenwurz bis hin zur Vogelmiere, dem Wiesen-Labkraut und den durchaus essbaren Fichten- oder Tannennadeln!

Im Fokus stand dieses Mal eine Verköstigung von Vogelmiere und Wiesen-Labkraut (s. Foto), so dass sich die interessierten Teilnehmenden neben dem puren Verzehr dieser Pflanzen auf einen daraus hergestellten veganen Kräuterquark mit frischem Baguette freuen konnten.

Es war für die meisten ein tolles Geschmackserlebnis, zumal das Wiesen-Labkraut, das mit dem Waldmeister verwandt ist, vielen noch unbekannt war, und gleichzeitig die Erkenntnis, dass man auch im Winter nicht auf Chlorophyll und andere wertvollen Mineralien und Spurenelemente direkt aus der Natur verzichten muss.

Auch die abschließende Beschreibung zur Herstellung eines Fichten-Oxymels als Heil- und Stärkungstrunk löste spannende Diskussionen aus und regte zum Ausprobieren und Nachahmen an – spätestens nach Weihnachten, wenn man den Weihnachtsbaum damit ggf. weiterverarbeiten kann.

Insgesamt wurde der Workshop als sehr gelungen angesehen, und das nicht nur, weil es etwas umsonst zum Essen gab … 🙂